Fotoreise USA 3 – Tagesablauf eines Landschaftsfotografen im Valley of Fire

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Nach einem kurzen Abstecher in Las Vegas habe ich mich für ein paar Tage im Valley of Fire in der Nähe von Las Vegas niedergelassen. Dieser kleine Park ist auf der grossen Landkarte von USA-Reisenden komischerweise immer noch ein relativ weisser Fleck. Ich kann den Ort nur empfehlen. Die Farben der Felsen schliessen gelbe, rote, braune und violette Töne ein und eine Strasse führt mitten hindurch. Der moderne Zeltplatz befindet sich direkt in einer der Felsenlandschaften und gehört zu den schönsten der USA. Und wer möchte kann im Park gleich auch noch heiraten.

Nikon D300, 11-16mm, ISO200, f/13, 1/60 sek

Nikon D300, 11-16mm, ISO500, f/10, 1/40 sek

Nikon D300, 1-16mm, ISO200, f/14, 1/8 sek

Valley of Fire: Der Traum für Landschaftsfotografen

Zum Fotofrafieren eignet sich das Valley of Fire bestens. Die Landschaft bietet spektakuläre Motive und Gebiete im Überfluss. Trotzdem ist der Park relativ klein, was die Anfahrtswege stark verkürzt. Die allermeisten Strassen sind asphaltiert und damit auch gut mit einem grossen Wohnmobil zu erreichen. Es gibt überall Pullouts oder Parkplätze und (für den Photografen am wichtigsten) man darf sich überall frei bewegen. Es gibt keine Absperrungen oder dergleichen wie bsp im Arches.

Tagesablauf für Landschaftsfotografie

Man könnte wohl locker eine Woche hier verbringen und würde jeden Tage neue Kompositionen entdecken. Anstelle aber den ganzen Tag wild in der Gegend rumzuknipsen, empfehle ich einzelne Locations auszuwählen und diese dann zu Fuss gründlich zu erkunden. Am Ende des Tages springen dabei zwar weniger Bilder heraus, dafür aber besser ausgearbeitetet. Ich habe mich an diesen Tagesablauf gehalten:

  • Aufstehen ca. eine Stunde vor Sonnenaufgang, je nach Anfahrtsweg
  • Anfahrt zur Location / Komposition, die man am Tag zuvor erkundet hat. Spät 30 min vor Aufgang am Ort
  • Shooting der Komposition in der Dämmerung / erstes Licht, je nach Idee
  • Weiteres Fotografieren in den ca. ersten beiden Lichstunden
  • Anschliessend Frühstück und chillen :-)
  • Nach dem Mittag: Suche von neuen Locations / Kompositionen für die nächsten Tage
  • Späterer Nachmittag: Abendessen
  • 2-3 Stunden vor / nach Sonnenuntergang: Los zum Shooting
  • Anschliessend: Bilder sichern und kurz sichten: Learnings?
  • Chillen oder (noch besser) gleich ins Bett

Nach ein paar Tagen mache ich jeweils mal Pause. Der wenige Schlaf summiert sich auf und schlägt sich meist auch in fehlender Kreativität nieder. Zudem braucht es Zeit um Blogs zu schreiben, Wäsche zu waschen, Einzukaufen oder einfach nur mal Chips und Coke zu geniessen.

Fazit

Nach drei Tagen im Valley of Fire hatte ich den Kopf voller weiterer Ideen und dabei trotzdem erst etwa die Hälfte des Parks erkundet. Es lohnt sich sehr, Zeit in einen einzelnen Standort zu investieren und dort bei verschiedenen Tageszeiten mal vorbeizuschauen. Je mehr man beobachten kann, desto mehr Ideen für interessante Kompositionen erhält man. Falls ich wieder mal eine Fotoreise in die USA mache, steht das Valley of Fire sicher wieder ganz oben auf der Liste.

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