Fotoreise USA 6 – Sonne trifft Mond im Zion National Park

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Eigentlich bin auf meiner USA Reise zum Zion National Park gefahren, um die bekannten Highlights “the narrows” und “the subway” in mein Portfolio aufzunehmen. Leider fielen beide Unternehmen buchstäblich ins Wasser. Der Fluss, der die beiden Spots durchfliesst, führte Hochwasser. An Photografieren war nicht im Ansatz zu denken, das Wasser stand meterhoch.

Ziemlich enttäuscht hab ich dann das Programm kurzfristig umgestellt und bin trotzdem ein paar Tage für eine fotografische Erkundungsreise geblieben. Um wieder etwas Spannung in die Sache zu kriegen, habe ich mir vorgenommen, die bekannten Highlights komplett auszulassen und dafür verborgene Ecken & Winkel aufzusuchen. Dies umzusetzen war nicht immer ganz einfach, denn der Zion National Park strotzt ja vor bekannten Naturschönheiten. Trotzdem konnte ich in den allermeisten Fällen der Versuchung widerstehen, in den “Touristen-Knipps-Modus” zu verfallen.

Mount Carmel Highway

Der erste Ausflug führte dem Mount-Carmel Highway entlang. Ich hielt einfach bei jeder Haltestelle an und erkundetet die nähere Umgebung zu Fuss. Speziell Ausschau hielt ich nach nach Flussbetten und Canyons, wiel diese meist im Schatten liegen und schöneres Licht versprechen. Am hellen Tag ergibt das wesentlich ausgeglichenere Beleuchtung und Farben in den Bildern. Herausgekommen sind diese beiden Bilder.

Felsenausschnitt im Zion National Park

Nikon D300, 17-35mm, ISO200, f/13, 1/25 sek

Felsenausschnitt im Zion National Park

Nikon D300, 17-35mm, ISO200, f/13, 1/25 sek

Hidden Canyon

Am nächsten Tag machte ich mich auf zum Hidden Canyon. So ganz mag er zwar seinem Namen nicht gerecht werden. Dafür war die Wanderung lange genug und steil, um die grössten Besuchermassen von einem Besuch abzuhalten. Einmal im Canyon angekommen hat mich vor allem das rosa Licht in seinen Bann gezogen, das von den roten Felsen auf den Boden reflektiert wurde. Obwohl das menschliche Auge solche Lichtstimmung generell weniger gut als eine Kamera wahrnimmt, resp versucht graues “Licht” daraus zu machen, war das blosse Betrachten des Lichts augenfällig.

Nikon D300, 11-16mm, ISO200, f/14, 1/2 sek

Zion Lodge

Den Abend verbrachte ich im Tal des Zions in der Nähe der Zion Lodge. Mein Hauptaugenmerk war gegen Westen gerichtet, in der Hoffnung schönes Sonnenuntergang-Licht zu finden. In solchen Situationen habe ich mir allerdings auch angewöhnt, regelmässig einen Blick über die Schulter zu werfen. Zu oft übersieht man tolle Motive, die plötzlich “hinter dem Rücken” auftauchen. Und so war es auch dieses Mal. Ein fast kompletter Vollmond hatte sich mitten ins warme Abendlicht reingeschmuggelt. Es waren nur ein paar hundert Meter (rennen ;-)) notwendig, um den Mond perfekt auf der Bergkuppe zu platzieren.

Sonnenuntergang trifft Mondaufgang (Zion National Park)

Nikon D300, 70-200mm, ISO200, f/6.3, 1/100 sek

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