Aktuelles Bild – Knights of the light (Antelope Canyon)

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Wie bereits in einem früheren Post berichtet, ist der Antelope Canyon ein vielbesuchtes Ziel von Touristen und Fotografen aus aller Welt. Ein kurzer Test bei Google offenbart denn auch mehr als eine halbe Million Bilder für den Antelope Canyon.

Nichts desto trotz war für mich klar die gängigen Motive bewusst zur Seite zu lassen und dafür ganz neue fotografische Einblicke in diesem geheimnissvollen Ort zu suchen. Um dies umzusetzen bediente ich mich einem alten Kreativtrick aus der Bildgestaltung: Blickhöhe verändern.

Ich hatte mal von einem Fotografen gehört, der die Kamera in den Kinderwagen geschraubt und die Welt aus der Höhe von Kinderaugen fotografiert hat. Die Motive waren zwar bekannt (Leute, Haustiere, Fussgängerstreifen, etc) die Sicht eines Kindes darauf, war aber komplett neu.

In meinem Fall entschied ich mich allerdings dafür in die Höhe zu gehen, sprich eher die Sicht eines Riesen einzunehmen. Einerseits waren auf Kinderwagenhöhe wenig bis keine spannenden Motive vorhanden, anderseits war das Fotografieren in ein paar Meter Höhe wesentlich einfacher umzusetzen, als in Bodennähe. Zudem klettere ich immer noch gerne in den Felsen rum, womit sich der Kreis zum Kind wieder schliesst :-)

Ich musste mich lediglich beim Guide im Canyon etwas beliebt machen, was mir glücklicherweise auch gelang. So unterstützte er mich tatkräftig, wenn ich mal ein zwei Meter hochklettern wollte. Zusammen mit dem Stativ kam ich so auf eine Höhe von drei bis vier Meter was gut ausreichte. Ein weiterer Vorteil war, dass die restlichen Besucher durch das Stativ nicht gestört waren. Sie konnten einfach darunter hindurchgehen.

Herausgekommen sind u.a. diese beiden Bilder. Mir gefällt dabei sehr gut das Zusammenspiel von Licht & Schatten, welches der Szenerie eine geheimnissvolle Dramatik vermittelt. Der Titel “Knights of the light” stammt von den Gesichtern und Helmen der Ritter, die ich in diesem Bild erkenne. Darüber lässt sich aber (wie immer) diskutieren.

Eine erster kurzer Check bei Google hat kein ähnliches Bild ergeben. Und auch mein Lehrer Marc Adamus, der sich diese Bilder angeschaut hat, kannte diese Motive nicht. Scheint also, dass sich der Ausflug in die Höhe gelohnt hat.

Nikon D300, 17-35mm, ISO200, f/11, 0.4 sek

Nikon D300, 17-35mm, ISO200, f/14, 1/3 sek

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