Fotoreise USA 9 – Kanarraville Canyon: Eiskalte Überraschung

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Wie bereits in einem früheren Post berichtet, habe ich den eher unbekannten Kanarraville Canyon besucht. Auslöser waren meine Sehnsucht nach weiteren Slot Canyons und die eher enttäuschenden Bedingungen im Zion National Park, der ganz in der Nähe ist.

Nikon D300, 11-16mm, ISO100, f/16, 1.6 sek

Der Canyon liegt wie vermutet in Kanarraville, ein unscheinbare Städtchen nördlich des Zion. Der lokale Campgroundbesitzer hat mir freundlicherweise einen Tip für einen Gratisparkplatz gegeben, weil am Ausgangspunkt der Wanderung überall Parkverbot herrschte.

Nikon D300, 11-16mm, ISO100, f/14, 2 sek

Die Wanderung zum Eingangspunkt des Canyons dauert ca. eine Stunde. Die breite Strasse zu Beginn des Weges geht nach ein paar Bachüberquerungen in einen schmalen Weg über. Irgendwann folgt man dann dem Verlauf des Baches (Kanarra Creek). Bis zum Eingang quert der Weg öfters Mal das Wasser, nasse Füsse sind also vorprogrammiert.

Spätenstens im Canyon drinnen gab es fast keine trockenen Stellen mehr. Die meiste Zeit stand ich knöchel bis knietief im kalten Schmelzwasser. Irgendwann waren die Füsse dann leider tiefgefroren. Wer wärmere Füsse und besseren Halt auf den glitschigen Steinen bevorzugt, dem seien diese Schuhe empfohlen. Wunderbarm warm und unglaublicher Halt.

Nikon D300, 11-16mm, ISO200, f/16, 1.3 sek

Erkundet habe ich fotografisch nur der ersten Bereich des Canyons, der vieleicht 200m lang ist. Anschliessend wäre die folgende Treppe zu bewältigen gewesen. In Anbetracht des vielen Wassers, der Abwesenheit weiterer Personen und der wenig interessanten Lichtverhältnisse in der dahinterliegenden Sektion, habe ich dann aber auf dieses Abenteuer verzichtet. Zudem waren die Farben am späteren Nachmittag in der ersten Sektion mehr als spannend. So sind alle Bilder hier im ersten Bereich des Canyons entstanden.

Nikon D300, 11-16mm, ISO200, f/14, 3 sek

Alle Aufnahmen sind mittels Stativ und mehren Sekunden Belichtungszeit entstanden. Um diese zu erreichen, nutzte ich den genialen “Vario-ND” von Singh-Ray. Leider nicht ganz günstig, aber ein echter Türöffner für Kreativ-Fotografie. Die Nachbearbeitung beschränkt sich wie immer auf Farbtemperatur, Tonwerte, Kontraste und einfache Farbkorrekturen.

Nikon D300, 11-16mm, ISO400, f/13, 1.6 sek