Lightroom 3 vs Lightroom 4 – Vergleich Entwicklungsmodul

Das Entwicklungsmodul von Lightroom 4 wurde umfangreich gegenüber der Version Lightroom 3 überarbeitet. Unter anderem wurden die Möglichkeiten zum Wiederherstellen von Lichtern und Tiefen stark verbessert. Zeit also, diese neuen Funktionen einem Praxistest zu unterziehen.

Testobjekt ist das Bild oben, entstanden während eines Besuchs im Arches National Park.

Vorgehen Lightroom 3 vs Lightroom 4 – Vergleich Entwicklungsmodul


Mit dem Testbild können einige anspruchsvolle Aufgaben an geprüft werden

- Wiederherstellen der ausgefressenen Lichter im Bereich der Sonne
- Aufhellen der Schatten im dunklen Bereich der Steine
- Reduktion von chromatischen Abberationen beim Übergang Stein > Himmel
- Kontrastreiches Endresultat trotz umfangreicher Korrektur von Tiefen und Lichtern (Häufig ein Problem bei Lightroom 3)
- Verhindern von Rauschen trotz Aufhellen der Tiefen

Das Testbild oben wurde in Lightroom 3 bearbeitet und anschliessend in Lightroom 4 inkl. Anpassungen importiert. Vom Bild wurde eine virtuelle Kopie erstellt und unter Kamerakalibrierung der Prozess 2012 (=Lightroom 4) gewählt. Danach habe ich dieses mit den neuen Funktionen von Lightroom 4 optimiert und der Helligkeit des Testbildes aus Lightroom 3 angeglichen. Nachfolgend ein Vergleich der Einstellungen. Wie man rasch sieht, habe ich Tiefen und Lichter relativ stark bearbeitet

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Vergleich Gesamteindruck


Beim ersten Blick fällt sofort auf, wie das Ergebnis mit Lightroom 4 wesentlich kontrastreicher daherkommt und viel mehr überbelichtete Bildbestandteile gerettet werden konnten.

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Vergleich: Übergänge Hell / Dunkel


Wie die beiden Bildauschnitte zeigen, beherrscht Lightroom 4 sehr kontrastreiche Bildübergänge wesentlich besser als der Vorgänger Lightroom 3. Dort ergeben sich bei umfangreichem Einsatz von Lichter- und Tiefenanpassungen unschöne farbige Linien und ein Helligkeitsabfall am Ende des dunkleren Bildbereichs. Zusammen mit der eingeschalteten Funktion “Objektivkorrekturen > Chromatische Abberation entfernen” ist das Resultat von Lightroom 4 nahezu perfekt.

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Vergleich: Wiederherstellen von Lichtern


Auch in diesem Vergleich spielt Lightroom 4 seine Stärken voll aus. Sowohl die Menge an Bildinformationen als auch der Kontrast in hellen bis sehr hellen Bildstellen ist wesentlich besser als bei Lightroom 3.

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Vergleich: Wiederherstellen von Tiefen


Der nachfolgende Ausschnitt hat im unbearbeiteten Raw-Datei eine Helligkeit von ca. 8-12%, je nach Farbwert RGB. Entsprechend stark mussten die Tiefen aufgezogen werden. Auch hier ist das Resultat von Lightroom 4 wesentlich kontrastreicher und damit gefälliger als bei Lightroom 3. Beim Bildrauschen habe ich keine nennenswerten Unterschiede festgestellt. Die Luminaz lasse ich jeweils stehen, beim Farbrauschen verwende ich einen Wert um die 25. Mit dieser Einstellung hat bereits Lightroom 3 eine sehr gute Reduktion des Rauschens bewirkt.

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Fazit: Lightroom 3 vs Lightroom 4 – Der Gewinner heisst Lightroom 4


Das überarbeitete Entwicklungsmodul von Lightroom 4 bereitet viel Freude erlaubt dem ambitionierten Fotografen mit weniger Aufwand rascher zu einem besseren Endresultat zu kommen. Speziell hervorheben sind viel bessere Wiederherstellung von Lichtern und des Beherrschen von sehr kontrastreichen Übergängen in Lightroom 4. Letzteres ist ein grosser Vorteil beim Blending von unterschiedlich belichteten Bildern zur Generierung von HDR-Bildern ohne Kitscheffekt (aka Bleding).

Hier nochmals ein Vergleich der beiden Bilder in Lightroom 4

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2 Kommentare

  1. Anton

    Die Unterschiede sind gewaltig. Meine Frage – bedeutet es, daß man mit LR3 solche Effekte nicht erreichen kann? Oder ist es nur weniger “automatisch”?

  2. admin

    @Anton: mit LR3 sind diese Effekte nicht erreichbar, dafür braucht es wirklich LR4 resp LR5.